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Aktuelle Pressemitteilung


Pressemitteilung 20190101

Wehren kommen nicht zur Ruhe
14 Alarmierungen: Dauereinsatz für Gnarrenburgs Wehren – Böller in Pkw-Tank gesteckt – Tierrettung – Bäume auf Straßen

Gnarrenburg
(bz). Für die Gnarrenburger Feuerwehren bedeutete der Jahreswechsel einen Einsatzmarathon: Sieben Ortswehren mussten zu insgesamt 14 Einsätzen ausrücken – inklusive des tragischen Feuers auf dem Campingplatz. „Die Gnarrenburger Wehr und die Karlshöfener Wehr hatten jeweils drei Einsätze, die Brilliter, die Langenhausener Wehr und die Findorfer je zwei, die Fahrendorfer und die Kuhstedtermoorer je einen Einsatz“, lautete gestern Abend die ungewöhnliche Neujahrsbilanz von Gemeinde-Feuerwehrsprecher Timm Meyer.
Bereits um 1.05 Uhr verzeichnete die Karlshöfener Wehr ihren ersten Feuerwehreinsatz im neuen Jahr. „In der Lindenstraße in Karlshöfen war ein Fahrzeug in Brand geraten. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Pkw, der in der Nähe eines Wohnhauses geparkt war, bereits in Vollbrand“, berichtete Timm Meyer. „Durch schnelles Eingreifen der Feuerwehr konnte größerer Schaden am Gebäude und ein Übergreifen der Flammen, verhindert werden.“ Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung: „Unbekannte Täter haben offenbar Böller in den Tank dieses Fahrzeugs gesteckt“, sagte gestern ein Sprecher der Polizei Bremervörde gegenüber der BZ-Redaktion.
Das Auto brannte komplett aus. Informationen zur Schadenshöhe liegen nicht vor. Im Einsatz in der Lindenstraßen waren die Feuerwehren Karlshöfen und Gnarrenburg. Der Einsatz dauerte etwa eine Stunde lang.
Dramatisch war eine Tierrettung, die gestern die Feuerwehren aus Findorf, Gnarrenburg, Karlshöfen und Langenhausen in Atem hielt: Sechs Rinder waren morgens um 9 Uhr auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im Findorfer Ortsteil Kolheim durch einen Spaltboden in die Güllegrube unter den Stall gestürzt.
Der Einsatz unter Leitung von Ortsbrandmeister Wilfried Klefeldt dauerte insgesamt rund sechs Stunden, da es überaus schwierig war, die Tiere mit Hilfe von Gurten und Frontladern aus der Grube zu befreien. Außerdem musste die Grube im Laufe des Einsatzes leergepumpt werden.
„Glücklicherweise gelang es, fünf von sechs Tieren lebend zu retten. Ein Rind konnte nur noch tot geborgen werden“, sagte Jannis Düls, stellvertretender Pressewart der Ortswehr Gnarrenburg. Wegen der gefährlichen Gase in der Grube mussten die Einsatzkräfte teilweise unter Atemschutz arbeiten.
Außerdem mussten gestern Abend die Ortsfeuerwehren aus Fahrendorf und Kuhstedtermoorer wegen umgestürzter Bäume ausrücken.

Text: Thomas Schmidt - Bremervörder Zeitung
Bild: Feuerwehr Karlshöfen und Thomas Schmidt - Bremervörder Zeitung