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Aktuelle Pressemitteilung


Pressemitteilung 20110307

Feuer vernichtet Zweifamilienhaus in Karlshöfen

Karlshöfen (tm). Zu dem zweitem Großfeuer innerhalb einer Woche mussten die Feuerwehren der Gemeinde Gnarrenburg am 7. März 2011 ausrückten als um kurz nach 14 Uhr in Karlshöfen ein Zweifamilienhaus in Brand geriet. Sofort nach der Alarmierung rückten die Feuerwehren aus Karlshöfen, Glinstedt und Gnarrenburg mit Stichwort „Dachstuhlbrand“ in die Straße „Zum Flugplatz“ aus. Schon auf dem Weg zum Einsatzort war die starke Rauchentwicklung zu erkennen.

Im gesamten Ort konnte man den Brandgeruch wahrnehmen und auf den umliegenden Straßen kam es Anfangs zu Sichtbehinderungen. Die ersten Einsatzkräfte fanden ein bereits in Vollbrand stehendes Zweifamilienhaus vor. Sofort war klar, dass die alarmierten Einheiten nicht ausreichen würden. Deshalb wurden aus Kuhstedt, Kuhstedternoor, Findorf, Brillit, Langenhausen und Fahrendorf weitere Feuerwehrleute angefordert. Aufgrund der raschen Brandausbreitung auf das gesamte Gebäude wurde ein umfangreicher Löschangriff über 9 C-Strahlrohren durchgeführt. Das hierfür benötigte Löschwasser wurde über mehrere hundert Meter aus drei verschiedenen Entnahmestellen zum Einsatzort gefördert. Um eine noch gezieltere Brandbekämpfung vornehmen zu können, wurde auch die Drehleiter aus Bremervörde nachalarmiert. Des Weiteren wurde die Basdahler und Barcheler Wehr zur Unterstützung angefordert. Die starke Rauchentwicklung machte einen Atemschutzeinsatz unumgänglich. Die rund 35 Atemschutzgerätträger waren teilweise mehrmals im Einsatz um über Balkon, Drehleiter und Vorgarten das Feuer zu löschen. Auch der Gerätewagen-Atemschutz aus Zeven war vor Ort und füllte die Atemluftflaschen der beteiligten Feuerwehren.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da die Dachhaut sowie die Zwischendecken im gesamten Gebäude teilweise mit Kettensägen mühsam geöffnet und gezielt abgelöscht werden mussten. Nach zweieinhalb Stunden konnte dann „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden. Der größte Teil der rund 200 Feuerwehrkräfte konnte erst gegen 18 Uhr die Einsatzstelle wieder verlassen. Mit ihnen auch ein Rettungswagen, der bis dahin in Bereitstellung stand. Verletzte gab es glücklicherweise jedoch nicht. Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch bis Mitternacht hin, da immer wieder einzelne Glutnester abgelöscht werden mussten. Erst dann konnte auch die Feuerwehr Karlshöfen wieder einrücken. Trotz massiven Löschangriffs wurde das Gebäude völlig zerstört. Den Schaden bezifferte die Polizei auf 300.000 Euro. Die Ursache des Brandausbruchs ist noch unklar. Die Polizei-Tatortgruppe Rotenburg nahm noch am Montagnachmittag die Ermittlungen auf.


Textnachweis: Timm Meyer Abschnittspressewart Nord

Fotonachweis: Timm Meyer Abschnittspressewart Nord